Eigentlich habe ich wahnsinnig Mühe, mit Lesen und Schreiben. Bei mir funktioniert alles über Zahlen, Emotionen, Bildern und Gefühlen!

Meine Karriere begann nicht mit Computern, sondern mit Farben und Präzision. Als gelernter Offsetdrucker erhielt ich in meiner Abschlussprüfung in Farbenkunde eine 6 – die beste Note, die es in der Schweiz gibt. Diese Note war nicht zufällig. Sie war das Resultat einer tiefen Leidenschaft für Farben als Kommunikationsmittel. Denn Farben sind nicht nur ästhetisch – sie sind Psychologie, sie sind Verkauf, sie sind Strategie.
Nach Jahren in der Druckerei und Weiterbildungen in Fotografie und Bildbearbeitung folgte ein natürlicher Schritt: der Verkauf. Bei Purup Escofot, einer führenden Firma in der Digitalisierung der Druckvorstufe, verkaufte ich die neueste Technologie. Ich war fasziniert von der Transformation: Wie traditionelle Handwerkstechniken in die digitale Welt übergingen. Diese Erfahrung lehrte mich, dass Veränderung nicht zu fürchten ist, sondern zu gestalten.

Nach einer Fusion landete ich im Direktvertrieb – eine intensive Zeit mit extremen Verkaufsschulungen. Hier lernte ich das Wichtigste: Menschen sind unterschiedlich. Sie kaufen anders. Sie möchten anders behandelt werden. Ich studierte Farbpsychologie, Verkaufstechniken, menschliche Verhaltensweisen. Diese Lektionen prägen bis heute, wie ich mit Kunden und Projekten umgehe.
Bei HL Display im Ladenbau wurde ich zum Gestalter von Verkaufserlebnissen. Mit Markenartikeln wie Doetsch Greter, Ricola, Kellogg’s, Mars, Schwarzkopf, Nivea, Procter & Gamble, Ramseier und Lindt realisierte ich hunderte Projekte. Der zentrale Punkt? Farben. Immer Farben. Mein bekanntestes Projekt – die Haarkollektion-Displays mit Farbcodierung – ist bis heute in jedem Laden zu sehen. Das ist das Gefühl, das ich liebe: etwas zu schaffen, das bleibt.
In einer Luxus-POS-Firma in Bern vertieften sich meine Fähigkeiten. Plexiglas-Displays für Uhren und Schmuck erforderten Präzision, Ästhetik und Verständnis für Luxus. Parallel absolvierte ich eine Ausbildung zum Marketingplaner. Die Verbindung zwischen klassischem Handwerk und strategischem Marketing wurde immer klarer.

Dann wagte ich den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit eigenen Produkten für den POS startete ich – doch es funktionierte nicht sofort.
Also quersubventionierte ich mit dem Gastgewerbe. Aber ich war so gut darin, dass ich bald mehr Angebote für Bars und Restaurants erhielt, bis ich schliesslich Geschäftsführer wurde.
In dieser Zeit wurde ich zum «Troubleshooter»: Ich beruhigte Lokale mit täglichen Schlägereien, befreite Drogenhöllen von ihrem Ruf, brachte Orte zum Rauchfrei-Standard. Ich lernte, Menschen zu verstehen – nicht nur als Käufer, sondern als komplexe Wesen mit Problemen, Träumen und Bedürfnissen.

In dieser Zeit als Gastronom, machte ich diverse Ausbildungen zum Social Media Manager und Online Marketing Manager online. Damals gab es noch keine Ausbildungen in der Schweiz und ich fand in Mannheim eine online Fachhochschule. Nebenbei hatte ich gleich die beste Gelegenheit, mein Wissen in der Gastronomie auszuprobieren und erste Erfahrungswerte zu erhalten.
Im Wallis führte ich mit dem Eigentümer eine Bar, Pub und Disco in eine neue Richtung und benutze sehr viel Social Media dazu.
Dann kam meine Tochter – ein Wendepunkt.
Zurück im Aargau, wollte ich mich neuorientieren. Mit den Erfahrungen als Social Media Manager und Online Marketer hatte ich bemerkt wie wichtig Film ist. Der nächste Schritt war logisch: die Filmindustrie als Verkäufer. Hier baute ich ein perfektes Netzwerk auf – die Grundlage für team-geist.ch GmbH.

In den letzten 11 Jahren habe ich mich in diverse Themen des Online Marketing vertieft. Ich bin einer der wenigen, der die Anfänge von Social Media erlebt hat – von den ersten Facebook-Kampagnen bis zu heute.
Ich habe gesehen, wie sich alles verändert hat, und ich verstehe, warum.
Heute weiss ich: Meine Karriere war keine zufällige Abfolge von Jobs. Sie war eine kontinuierliche Reise, um zu verstehen, wie Menschen ticken, wie Farben wirken, wie Märkte funktionieren, und wie digitale Strategien echte Ergebnisse bringen.
Das ist, warum ich team-geist.ch GmbH gegründet habe. Nicht, um Websites zu bauen. Sondern um Geschichten zu erzählen, die verkaufen. Farben zu nutzen, die wirken. Strategien zu entwickeln, die verstehen.

Wenn ich nicht gerade Unternehmen ins digitale Rampenlicht bringe, lebe ich. Und zwar intensiv.
Kochen ist meine Meditation. Nicht einfach Rezepte folgen – ich mache alles selbst. Den Teig, die Saucen, die Grundlagen. Es geht mir um das Handwerk, um die Kontrolle, um das Verstehen, wie Zutaten zusammenwirken. Das gleiche Prinzip wie in meiner Karriere: verstehen, wie die Dinge funktionieren, und sie dann perfekt machen. Mein Garten gibt mir die Rohstoffe – Obst und Gemüse, das ich für den Winter verarbeite. Selbstversorgung ist nicht nur praktisch, es ist eine Philosophie.
Die Natur ist mein Zuhause. Ich bin im Wald, wenn ich denken muss. Ich mache Feuer, wenn ich mich lebendig fühlen will. Wandern ist nicht nur Sport – es ist Therapie. Grillen mit Freunden ist nicht nur Essen – es ist Gemeinschaft. Der See, das Meer, die Luft, die Erde – das sind die Dinge, die mich erden.
In Spanien fühl ich mich zu Hause. Ich kenne das Land extrem gut. Von Barcelona bis Valencia, Sevilla, Malaga, Granada von den Pyrenäen bis zur Südküste – ich bin dort unterwegs, als würde ich dort leben. Und das ist auch der Punkt: Ich reise nicht, um Fotos zu machen. Ich reise, um zu leben. Ich nehme einen Rucksack, ich weiss nicht, wohin es geht, und ich gehe. Das ist Freiheit. Das ist Abenteuer. Das ist echtes Leben.
Meine Inline-Tour von Barcelona nach Valencia? Das war nicht geplant, es war eine Verrücktheit – und genau das liebe ich. Das Leben ist zu kurz, um alles zu planen. Manchmal muss man einfach los gehen und sehen, wohin es führt.

Sport ist meine Leidenschaft. Dart, Tischtennis, Unihockey, Fußball, Skifahren, Snowboarden, Velofahren oder auf dem SUP eine Runde drehen – Bewegung aller Art. Ich unterrichte jede Disziplinen meiner Tochter, und das ist das, was mich wirklich erfüllt. Es geht nicht nur um die Technik, es geht darum, Menschen zu befähigen, ihre Grenzen zu überwinden. Wenn ich jemanden das erste Mal einen Berg hinunterbringen kann, wenn ich sehe, wie die Angst verschwindet und die Freude kommt – das ist echte Erfüllung. Es geht nicht um Perfektion, es geht um die Energie, die Spannung, das Miteinander. Wenn ich Sport treibe, bin ich präsent. Ich bin nicht in Meetings, nicht in Strategien – ich bin hier und jetzt.
Fotografieren – wenn es sich ergibt. Ich gehe nicht los und suche danach. Aber wenn ein Moment kommt, der mich fasziniert, halte ich ihn fest. Ein Sonnenuntergang über dem Meer, eine Gesichtsausdruck, ein Licht im Wald – das sind die Momente, die zählen.

Menschen sind mein Antrieb. Ich vereinige Menschen. Ich fördere junge Menschen. Ich tue Gutes. Das ist nicht altruistisch – das ist einfach, wer ich bin. Wenn ich sehe, dass jemand Potenzial hat, möchte ich ihm helfen, es zu entfalten. Wenn ich sehe, dass Menschen isoliert sind, möchte ich sie zusammenbringen. Das ist echte Erfüllung.
Mein Garten gibt mir Abwechslung und Sinn. Ich säe, ich pflege, ich ernte. Ich verarbeite für den Winter. Es ist ein Kreislauf, ein Rhythmus, eine Verbindung zur Natur, die ich im digitalen Leben manchmal vermisse.
Das ist mein Leben: Authentizität, Bewegung, Natur, Menschen, Abenteuer. Ich bin nicht jemand, der auf der Couch sitzt und plant. Ich bin jemand, der rausgeht und lebt. Ich lehre Menschen, ihre Grenzen zu überwinden – auf der Piste wie im Business. Und diese Energie, dieses Verständnis für echte Momente, echte Menschen, echte Bedürfnisse – das bringe ich auch in meine Arbeit mit.
Weil ich weiss: Das beste Marketing ist nicht perfekt geplant. Es ist authentisch gelebt. Und Menschen führen, nicht manipulieren.